Blumenwiese im Frühjahr

 

 

 

Frühlingsgedichte Lesen und relaxen

Frühlingsgedichte - Gedichte und Sprüche zum Frühling

Endlich Frühling - Die Natur wacht auf. Schon bald ist die Umwelt mit frischem Grün umgeben. Die ersten Pflanzen blühen und die Natur stellt sich auf das jährlich wiederkehrende blühende Leben ein. Das spiegelt sich auch in den Aktivitäten der lyrischen Zunft wieder. Es gibt eine Vielzahl von Reimen und Versen zur Frühlingszeit. Hier finden Sie eine Auswahl der schönsten Frühlingsgedichte.


Seiteninhalt: Gedichte und Sprüche zur Frühlingszeit

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Frühlingsnacht (Joseph von Eichendorff

Unnennbare Tage (Eduard Mörike)

Nun will der Lenz uns grüßen (Altes Volkslied)

Frühlingserwachen (Anita Menger)

Februar -März (Reinhard Blohm)

Vorfrühling (Trutzhart Irle)

Alle Birken in Moor und Heid' (Hermann Löns)

Die Frühlingsklage (Joseph von Eichendorff

Hörst du den Wind (Anita Menger)

Die Kinder (Theodor Storm)

Frühlingsgedanken (Reinhard Blohm)

Auf dem See (Johann Wolfgang von Goethe)


Sprüche zum Frühjahr


Frühlingssprüche

Nun ist wieder die Zeit gekommen. - Es ist Frühling - Genießen Sie den Duft des Lebens im Freien und in der Natur. Spüren Sie die Wärme auf ihrer Haut. Spüren Sie die aufsteigende Energie der Natur und die zunehmende Lebensfreude. Teilen Sie ihren Freunden mit, dass es Ihnen gut geht. Wie wäre es dann mit einem schönen Spruch zum Frühling? Unten finden Sie einige Sprüche, die Sie frei verwenden können. Sie sind auch geeignet für SMS oder WhatsApp. Wir wünschen Ihnen viel Spaß.

Frühling macht die Welt zu einem glücklichen Ort. Man sieht ein Lächeln auf jedem Gesicht. Die Blumen wachsen und gedeihen und Vögel kommen aus fernen Ländern zu uns. Oh, ist es nicht großartig, leben zu können? " (Verfasser unbekannt)

Deine Träume und Wünsche, die du in einsamen Winternächten hattest, sind die Blumen und das Grün im Frühling.

Der Frühling ist der richtige Zeitpunkt um sich vier Fragen zu stellen: Wo befinde ich mich? Was ist mein wirkliches ICH? Was sind meine Träume und Wünsche? Wohin werde ich gehen?


Frühlingsgedichte - Gedichte zum Frühling

Frühlingsgedichte

Es gibt so wunderschöne Gedichte zur Frühlingszeit, die besonders das Gefühl der Auferstehung der Natur und das besondere Flair der Jahreszeit vermitteln. Viele bekannte deutsche Dichter haben sich sehr ausführlich mit diesem Thema beschäftigt. Unten finden Sie eine schöne Auswahl solcher Frühlingsgedichte, die Sie für ihre Zwecke sicher verwenden können. Sollten Sie ein schönes und passendes Gedicht selbst geschrieben haben, dann senden Sie mir ihr Werk ganz einfach zu (Kontaktformular). Wir freuen uns stets über neue Texte.

Frühlingsnacht (Joseph von Eichendorff)

Übern Garten durch die Lüfte
Hört ich Wandervögel ziehn,
Das bedeutet Frühlingsdüfte,
Unten fängt's schon an zu blühn.

Jauchzen möcht ich, möchte weinen,
Ist mir's doch, als könnt's nicht sein!
Alte Wunder wieder scheinen
Mit dem Mondesglanz herein.

Und der Mond, die Sterne sagen's,
Und in Träumen rauscht's der Hain,
Und die Nachtigallen schlagen's:
Sie ist Deine, sie ist dein!

(Joseph von Eichendorff, 1788-1857)

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Unnennbare Tage (Eduard Mörike)

Hier lieg' ich auf dem Frühlingshügel,
die Wolke wird mein Flügel,
ein Vogel fliegt mir voraus.
Ach, sag' mir, alleinzige Liebe,
wo du bleibst, dass ich bei dir bliebe!
Doch du und die Lüfte, ihr habt kein Haus.

Die Wolke seh ich wandeln und den Fluss,
es dringt der Sonne goldner Kuss
mit tief bis ins Geblüt hinein;
die Augen, wunderbar berauschet,
tun, als schliefen sie ein,
nur noch das Ohr der Biene lauschet.

Ich denke dies und denke das,
ich sehne mich und weiß nicht recht, nach was.
Halb ist es Lust, halb ist es Klage;
mein Herz, o sage,
was webst du für Erinnerung
in golden grüner Zweige Dämmerung?
Alte, unnennbare Tage!

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Nun will der Lenz uns grüßen (Altes Volkslied)

Nun will der Lenz uns grüßen,
von Mittag weht es lau;
aus allen Wiesen sprießen
die Blumen rot und blau.
Draus wob die braune Heide
sich ein Gewand gar fein
und lädt im Festtagskleide
zum Marientanze ein.

Waldvöglein Lieder singen,
wie ihr sie nur begehrt;
drum auf zum frohen Springen,
die Reis' ist Goldes wert.
hei, unter grünen Linden,
da leuchten weiße Kleid'!
heija, nun hat uns Kinden
ein End all Wintersleid.

(Volkslied, 1210 - 1240)

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Frühlingserwachen (Anita Menger)

Häuser steh´n im Rampenlicht
Schattenbilder zieren Straßen
Frühlingssonne wärmt noch nicht
In der Luft ein kühles Blasen

Kahles Filigrangeäst
Vogelnester in den Zweigen
Wartend auf das Blütenfest
Sich die ersten Knospen zeigen.

Drohend ziehen Wolken auf
Löschen aus die Schattenbilder
Setze an zum Dauerlauf
Hoffe morgen wird es milder.

(©Anita Menger 2009)


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Februar -März (Reinhard Blohm)

Februar, vereinzelt weiße Flecken
liegen einsam auf Weg und Land.
Der Schnee des Winters Weggenossen;
zögernd, verlässt er Feld und Land.

Dunkel, grau die weiten Straßen
nur so kurz der Sonne helles Licht,
es ist als wollt die Seele blicken
in ihr eigen, müdes Angesicht.

Doch dann schwebt die wilde Taube
auf den Ästen, leicht und wunderbar;
Maiglöckchen, so duftend, sie verkündet -
Frühling, so ersehnet, bald wird er wahr!

Und ihr Lieben, in euren Herzen,
wohnet Leid, doch auch das Glück;
habt Hoffnung, nur nicht verzagen,
Mut und Liebe - alles kehrt zurück!


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Vorfrühling (Trutzhart Irle)

Nun zieht der Kranich über weiten Wäldern
mit schrillen Schrei in Richtung Nordnordost.
Ein erstes Grün zeigt sich auf Stoppelfeldern
und von den Höhen weicht der strenge Frost.

Schon hängen an den Haseln gelbe Würste
und leichte Pollen schweben in der Luft.
Die Hausfrau schwingt nun Scheuertuch und Bürste
und aus den Kellern weicht der Moderduft.

Die ersten Blüten dringen aus dem Boden
und Vogelmänner üben schon die Balz.
Der Jäger holt heraus den grünen Loden,
ob in Westfalen, Bayern oder Pfalz.

Schon sammeln Elstern oder Eichelhäher
Zum Nestbau Gräser, Zweige und Geäst.
Die hohe Zeit des Lenzes rückt jetzt näher.
Die Amsel probt bereits das Hochzeitsfest.

Die jungen Männer denken an das Eine,
dieweil jetzt neuer Tatendrang erwacht.
Sie sehen nun der Mädchen lange Beine
und träumen von der lauen Frühlingsnacht.

So nähert sich die Winterzeit dem Ende
und weicht der Wärme und dem Sonnenlicht.
Die gern Aktiven reiben sich die Hände,
die stets nur Müden wohl auch jetzt noch nicht.

(Trutzhart Irle)


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Alle Birken in Moor und Heid' (Hermann Löns)

Alle Birken in Moor und Heid';
jeder Brambusch leuchtet wie Gold.
Alle Heidlerchen jubeln vor Fröhlichkeit;
jeder Birkhahn kollert und tollt.

Meine Augen gehen wohl hin, wohl her
auf dem schwarzen, weißflockigen Moor,
auf den braunen, grün schimmernden Heidemeer
und steigen zum Himmel empor.

Zum Blauhimmel hin, wo ein Wölklein zieht,
wie ein Wollgrasflöckchen, so leicht;
und mein Herz, es singt ein leises Lied,
das auf zum Himmel steigt.

Ein leises Lied, ein stilles Lied,
ein Lied, so fein und so lind,
wie ein Wölklein, das über die Bläue zieht,
wie ein Wollgrasflöckchen im Wind.

(Hermann Löns, 1866 - 1914)


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Die Frühlingsklage (Joseph von Eichendorff)

Ach, was frommt das Wehen, Sprossen
in der schönen Frühlingszeit:
Ist des Liebes Born verschlossen
und der Seele Freudigkeit.
Die erste Blüte bringt den Sprossen
und den Frühling in die Zeit.

Gib den alten Frieden wieder,
in der Brust den Sonnenschein.
Gib die Laute mir und Lieder,
dann laß blühen oder schnein.
Selbst weck ich den Lenz mir wieder,
sollt es auch der letzte sein!

(Joseph Freiherr von Eichendorff, 1788 bis 1857)


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Hörst du den Wind (Anita Menger)

Hörst du den Wind - ganz leise
singt er des Frühlings Weise
und treibt den Winter aus.
In den noch kahlen Zweigen,
die sich bald knospend zeigen,
baut Amsel sich ihr Haus.

Geschmolzen sind die Flöckchen,
es läuten weiße Glöckchen
nun sanft den Frühling ein.
Sieh nur die Schmetterlinge -
sie tanzen guter Dinge
im Frühlingssonnenschein.

(©Anita Menger 2009)


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Die Kinder (Theodor Storm)

Die Kinder haben die Veilchen gepflückt,
all, all, die da blühten am Mühlengraben.
Der Lenz ist da; sie wollen ihn fest
in ihren kleinen Fäusten haben.

(Theodor Storm)

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Frühlingsgedanken (Reinhard Blohm)

Frühling, ein Wort, beinah zart und leise
gebärende Kraft, dem Kind bis zum Greise.

Brechende Knospen, Farben - Gelb bis Azur -
betörender Duft, berauschend die Natur.

Jubilieren der Vögel, es sprengt deine Brust.
Mädchen lächeln: ein Schleier, Hauch von Lust.

Oh' Sie Madam in Verlangen verloren:
reifer Wein in griechischen Amphoren.

Der Jüngling, der Mann, gebunden oder allein,
mal war es Liebe, mal Trug und Schein.

Ein glücklich' Paar, das Kind spielend im Sand;
Vertrauen - unlösbar bindend Band.

Siehst ehrliche Herzen, andere hässlich gemein;
dein Frühling wird immer die Hoffnung,
liebende Erfüllung, deren Schönheit sein!

(Reinhard Blohm - Brettin 2001)


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Auf dem See (Johann Wolfgang von Goethe)

Und frische Nahrung, neues Blut
Saug ich aus freier Welt;
Wie ist Natur so hold und gut,
Die mich am Busen hält!

Die Welle wieget unsern Kahn
Im Rudertakt hinauf,
Und Berge, wolkig himmelan,
Begegnen unserm Lauf.

Aug, mein Aug, was sinkst du nieder?
Goldne Träume, kommt ihr wieder?
Weg, du Traum! so gold du bist;
Hier auch Lieb und Leben ist.

Auf der Welle blinken
Tausend schwebende Sterne,
Weiche Nebel trinken
Rings die türmende Ferne;

Morgenwind umflügelt
Die beschattete Bucht,
Und im See bespiegelt
Sich die reifende Frucht.

(Johann Wolfgang von Goethe)

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