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Gedichte gemischt Lesen und relaxen

Gemischte Gedichte - Allgemeine Lyrik

Natürlich kann ein Gedichtportal nicht sämtliche Themen komplett abdecken. Aus diesem Grund ist in dieser Rubrik eine Sammlung lyrischer Werke zu finden, die nicht in die Themengebiete der aufgeführten Rubriken dieser Internetpräsenz passen. Seien Sie neugierig und stöbern sie einfach einmal auf dieser Seite. Sie werden sicherlich interessante und ansprechende lyrische Werke ihres Geschmacks finden.


Seiteninhalt: Gedichte aller Art und Lebensweisheiten (Sprüche)

Die Mondnacht (Joseph von Eichendorff)

Schenken (Joachim Ringelnatz)

Lebensweisheit (Richard von Wilpert)

Meeresstrand (Theodor Storm

Nachtgedanken (Rainer Maria Rilke)

Glückliche Fahrt (Johann Wolfgang von Goethe)

Meeresstille (Johann Wolfgang von Goethe)

Drei Bitten (Emanuel Geibel)

Der Zauberlehrling (Johann Wolfgang von Goethe)

Rose, du thronende... (Rainer Maria Rilke)

Die Möwe und mein Herz (Theodor Storm)

Die Tugend (Wilhelm Busch)

Das Requiem (Conrad Ferdinand Meyer)


Gedichte aller Art

Blumen zum Geburtstag

In dieser Rubrik finden Sie Gedichte aller Art. Es handelt sich um Gedichte, die in den anderen Rubriken nicht passen. Es wäre allerdings schade, diese Werke nicht dem Besucher zur Verfügung zu stellen. Immerhin handelt es sich um ausgewählte Gedichte von berühmten Autoren. Mein ganz persönlicher Favorit in dieser Rubrik ist das Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe "Der Zauberlehrling". Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen und Stöbern auf dieser Seite.

Nacht


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Schenken


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Weisheiten des Lebens


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Meeresstrand


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Nachtgedanken (Rainer Maria Rilke)

Weltenweiter Wanderer,
Walle fort in Ruh ...
Also kennt kein anderer
Menschenleid wie -du.

Wenn mit lichten Leuchten
du beginnst den Lauf,
schlägt der Schmerz die feuchten
Augen zu dir auf.

Drinnen liegt - als riefen
sie dir zu: versteh! -
tief in ihren Tiefen
eine Welt von Weh ...

Tausend Tränen reden
ewig ungestillt,
und in einer jeden
spiegelt sich dein Bild.

(Rainer Maria Rilke)


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Glückliche Fahrt


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Spät


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Drei Bitten (Emanuel Geibel)

Drei Bitten hab ich für des Himmels Ohr,
die send ich täglich früh und spät empor:
Zum ersten, daß der Liebe reiner Born
mir nicht versieg' in Ungeduld und Zorn;
zum zweiten, daß mir, was ich auch vernahm,
ein Echo weck, ein Lied in Lust und Gram;
zum dritten, wenn das letzte Lied verhallt
und wenn der Quell der Liebe leiser wallt,
daß dann der Tod mich schnell mit sanfter Hand
hinüberführ in jenes bessre Land,
wo ewig ungetrübt die Liebe quillt,
und wo das Lied als einz'ge Sprache gilt.

(Emanuel Geibel, 1815 - 1884)


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Der Zauberlehrling (Johann Wolfgang von Goethe)

Hat der alte Hexenmeister
Sich doch einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach meinem Willen leben.
Seine Wort' und Werke
Merkt ich und den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Tu ich Wunder auch.

Walle! walle
Manche Strecke,
Daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.

Und nun komm, du alter Besen!
Nimm die schlechten Lumpenhüllen;
Bist schon lange Knecht gewesen;
Nun erfülle meinen Willen!
Auf zwei Beinen stehe,
Oben sei ein Kopf,
Eile nun und gehe
Mit dem Wassertopf!

Walle! walle
Manche Strecke,
Daß, zum Zwecke,
Wasser fließe
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich ergieße.

Seht, er läuft zum Ufer nieder;
Wahrlich! ist schon an dem Flusse,
Und mit Blitzesschnelle wieder
Ist er hier mit raschem Gusse.
Schon zum zweiten Male!
Wie das Becken schwillt!
Wie sich jede Schale
Voll mit Wasser füllt!

Stehe! stehe!
Denn wir haben
Deiner Gaben
Vollgemessen! -
Ach, ich merk es! Wehe! wehe!
Hab ich doch das Wort vergessen!

Ach, das Wort, worauf am Ende
Er das wird, was er gewesen.
Ach, er läuft und bringt behende!
Wärst du doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
Bringt er schnell herein,
Ach! und hundert Flüsse
Stürzen auf mich ein.

Nein, nicht länger
Kann ich's lassen;
Will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach! nun wird mir immer bänger!
Welche Miene! welche Blicke!
O du Ausgeburt der Hölle!
Soll das ganze Haus ersaufen?
Seh ich über jede Schwelle
Doch schon Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
Der nicht hören will!
Stock, der du gewesen,
Steh doch wieder still!

Willst's am Ende
Gar nicht lassen?
Will dich fassen,
Will dich halten
Und das alte Holz behende
Mit dem scharfen Beile spalten.

Seht, da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nur auf dich werfe,
Gleich, o Kobold, liegst du nieder;
Krachend trifft die glatte Schärfe.
Wahrlich! brav getroffen!
Seht, er ist entzwei!
Und nun kann ich hoffen,
Und ich atme frei!

Wehe! wehe!
Beide Teile
Stehn in Eile
Schon als Knechte
Völlig fertig in die Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!

Und sie laufen! Naß und nässer
Wird's im Saal und auf den Stufen.
Welch entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! hör mich rufen! -
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich rief, die Geister,
Werd ich nun nicht los.

In die Ecke, Besen! Besen! Seid's gewesen.
Denn als Geister
Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
Erst hervor der alte Meister.

(Johann Wolfgang von Goethe)


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Rose, du thronende... (Rainer Maria Rilke)

Rose, du thronende, denen im Altertume
warst du ein Kelch mit einfachem Rand.
Uns aber bist du die volle zahllose Blume,
der unerschöpfliche Gegenstand.

In deinem Reichtum scheinst du wie Kleidung um Kleidung
um einen Leib aus nichts als Glanz;
aber dein einzelnes Blatt ist zugleich die Vermeidung
und die Verleugnung jedes Gewands.

Seit Jahrhunderten ruft uns dein Duft
seine süßesten Namen herüber;
plötzlich liegt er wie Ruhm in der Luft.

Dennoch, wir wissen ihn nicht zu nennen, wir raten ...
Und Erinnerung geht zu ihm über,
die wir von rufbaren Stunden erbaten.

(Rainer Maria Rilke, 1875-1926)


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Die Möwe und mein Herz (Theodor Storm)

Hin gen Norden zieht die Möwe,
hin gen Norden zieht mein Herz;
fliegen beide aus mitsammen,
fliegen beide heimatwärts.

Ruhig, Herz! Du bist zur Stelle,
fliegst gar rasch die weite Bahn;
und die Möwe schwebt noch rudernd
überm weiten Ozean.

(Theodor Storm)


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Die Tugend (Wilhelm Busch)

Die Tugend will nicht immer passen,
im Ganzen lässt sie etwas kalt,
und dass man eine unterlassen,
vergisst man bald.

Doch schmerzlich denkt manch alter Knacker,
der von vergangnen Zeiten träumt,
an die Gelegenheit zum Laster,
die er versäumt.

(Wilhelm Busch)


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Das Requiem (Conrad Ferdinand Meyer)

Bei der Abendsonne Wandern
Wann ein Dorf den Strahl verlor,
Klagt sein Dunkeln es den andern
Mit vertrauten Tönen vor.

Noch ein Glöcklein hat geschwiegen
Auf der Höhe bis zuletzt.
Nun beginnt es sich zu wiegen,
Horch, mein Kirchberg läutet jetzt!

(Conrad Ferdinand Meyer)


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