Liebesperlen

 

 

 

Liebesgedichte Perlen

Liebesgedichte für meinen allerliebsten Schatz - Liebessprüche

Die Liebe - Lassen Sie sich verzaubern. Seit jeher waren Dichter von der Liebeslyrik fasziniert. Besonders Heine Heinrich, Johann Wolfgang von Goethe und viele andere Dichter haben uns eine Vielzahl wunderschöner und romantischer Liebesgedichte hinterlassen. Eine Auswahl dieser schönen Werke finden Sie hier auf dieser Seite. Ausserdem finden Sie in dieser Rubrik wunderschöne Liebestexte und kurze Liebessprüche, die Sie für ihren allerliebsten Schatz verwenden können. Viel Spaß beim Lesen. Übrigens: Diese Texte sind natürlich auch wunderbar für den Valentinstag geeignet. Überraschen Sie ihren lieben Schatz mit einem schönen Liebesgedicht, das vom Herzen kommt zum Valentinstag.


Seiteninhalt: Liebesgedichte und Liebessprüche

Schauen Sie sich dieses Video an: Es enthält acht wunderschöne und romantische Liebesgedichte von Heinrich Heine, Friedrich Halm, Friedrich Rückert, Hoffmann von Fallersleben und Friedrich v. Schiller. Die Musik stammt von: Ludwig van Beethoven - Titel: Für Elise

Die schöne Nacht (Johann Wolfgang von Goethe)

Flamme der Liebe (Friedrich Halm)

Ich hab dich so lieb! (Joachim Ringelnatz)

Die Liebe (August Graf von Platen)

Ja, du bist mein (Hoffmann von Fallersleben)

Seit ich ihn gesehen (Adalbert von Chamisso)

Nähe des Geliebten (Johann Wolfgang von Goethe)

Neue Liebe (Joseph Freiherr von Eichendorff)

Späte Liebe (Friedrich Halm)

Du meine Seele (Friedrich Rückert)

Teurer Freund (Heinrich Heine)

Siesta (Paul Heyse)

Die Liebe (Matthias Claudius)

Hast du (Heinrich Heine)

Gewitterabend (Friedrich Halm)

Wenn ich in deine Augen seh' (Heinrich Heine)

Wenn ich (Eduard Mörike)

Glückes genug (Detlev von Liliencron)

Hat dich die Liebe berührt (Paul Heyse)


Liebesgedichte

rotes Herz mit I love you

In dieser Rubrik stehen Ihnen viele schöne und romantische Gedichte zur Verfügung. Viele Liebesgedichte sind von Altmeistern beispielsweise von Heinrich Heine oder Johann Wolfgang von Goethe geschrieben. Teilen Sie ihrem Partner oder ihrem Geliebten doch einfach durch ein Gedicht mit, dass Sie ihn lieben. Was kann es romantischeres geben, als durch ein paar liebevolle Zeilen mitgeteilt zu bekommen, dass man einen Verehrer hat. Ich würde mich freuen, wenn Sie ein passendes Gedicht finden würden. Viel Erfolg bei der Auswahl!

Die schöne Nacht (Johann Wolfgang von Goethe)

Nun verlaß ich diese Hütte,
Meiner Liebsten Aufenthalt,
Wandle mit verhülltem Schritte
Durch den öden, finstern Wald.

Luna bricht durch Busch und Eichen,
Zephir meldet ihren Lauf,
Und die Birken streun mit Neigen
Ihr den süßen Weihrauch auf.

Wie ergötz ich mich im Kühlen
Dieser schönen Sommernacht!
O wie still ist hier zu fühlen,
Was die Seele glücklich macht!

Läßt sich kaum die Wonne fassen!
Und doch wollt ich, Himmel, dir
Tausend solcher Nächte lassen,
Gäb mein Mädchen Eine mir.

(Johann Wolfgang von Goethe)

back to top

Flamme der Liebe (Friedrich Halm)

Wohl zehrt an mir der Krankheit Qual,
Dünn wird mein Haar, mein Antlitz fahl,
Du aber loderst noch wie vor
In tiefster Brust mir hell empor,
Flamme der Liebe!

Ob welkend auch, der Jahre Raub,
Der Leib dahinsinkt, Staub zum Staub:
Dich nähren, stockt das träge Blut,
Der Seele Mark, des Geistes Glut
Flamme der Liebe!

Du stirbst nicht, zieht der Geist auch aus
Aus seinem morschen Erdenhaus;
Du hüllst noch in Verklärungsschein
Den Heimberufnen leuchtend ein,
Flamme der Liebe!

Du stürzest mit ihm licht und hehr
Dich in das ew'ge Strahlenmeer,
Wo jede Welle, die da schwillt,
Wo jeder Tropfen, der da quillt,
Flamme der Liebe!

(Friedrich Halm, 1806-1871)


back to top

Ich hab dich so lieb! (Joachim Ringelnatz)

Ich habe dich so lieb!
Ich würde dir ohne Bedenken
eine Kachel aus meinem Ofen schenken.
Ich habe dir nichts getan.
Nun ist mir traurig zu Mut.
An den Hängen der Eisenbahn
leuchtet der Ginster so gut.
Vorbei--verjährt--
doch nimmer vergessen.
Ich reise.
Alles, was lange währt,
ist leise.
Die Zeit entstellt alle Lebewesen.
Ein Hund bellt.
Er kann nicht lesen.
Er kann nicht schreiben.
Wir können nicht bleiben.
Ich lache.
Die Löcher sind die Hauptsache in einem Sieb.
Ich habe dich so lieb.

(Joachim Ringelnatz)

back to top

Die Liebe (August Graf von Platen)

Die Liebe hat gelogen,
Die Sorge lastet schwer,
Betrogen, ach, betrogen
Hat alles mich umher!

Es rinnen heiße Tropfen
Die Wange stets herab,
Laß ab, laß ab zu klopfen,
Laß ab, mein Herz, laß ab!

(August Graf von Platen, 1796 - 1835)

back to top

Ja, du bist mein (Hoffmann von Fallersleben)

Ja, du bist mein!
Ich will's dem blauen Himmel sagen,
Ich will's der dunklen Nacht vertraun,
Ich will's als frohe Botschaft tragen
Auf Bergeshöhn, durch Heid und Aun.
Die ganze Welt soll Zeuge sein:
Ja, du bist mein!
Und ewig mein!

Ja, du bist mein!
In meinem Herzen sollst du leben,
Sollst haben, was sein Liebstes ist,
Du sollst, von Lieb und Lust umgeben,
Ganz fühlen, daß du glücklich bist.
Schließ mich in deine Arme ein!
Ja, du bist mein!
Und ewig mein!

(August Heinrich Hoffmann von Fallersleben, 1798-1874)

back to top

Seit ich ihn gesehen (Adalbert von Chamisso)

Seit ich ihn gesehen,
glaub' ich blind zu sein;
wo ich hin nur blicke,
seh' ich ihn allein.
Wie im wache Traume
schwebt sein Bild mir vor,
taucht aus tiefstem Dunkel
heller nur empor.

Sonst ist licht- und farblos
alles um mich her,
nach der Schwestern Spiele
nicht begehr' ich mehr.
Möchte lieber weinen
still im Kämmerlein;
seit ich ihn gesehen,
glaub' ich blind zu sein

(Adalbert von Chamisso)

back to top

Nähe des Geliebten (Johann Wolfgang von Goethe)

Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
vom Meere strahlt;
ich denke dein, wenn sich des Mondes Flimmer
in Quellen malt.

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
der Staub sich hebt;
in tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen Stege
der Wanderer bebt.

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfen Rauschen
die Welle steigt;
im stillen Haine geh ich oft zu lauschen,
wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seist auch noch so ferne,
du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, bald leuchten mir die Sterne.
O wärst du da!

(Johann Wolfgang von Goethe)

back to top

Neue Liebe (Joseph Freiherr von Eichendorff)

Herz, mein Herz, warum so fröhlich,
So voll Unruh und zerstreut,
Als käm über Berge selig
Schon die schöne Frühlingszeit?
Weil ein liebes Mädchen wieder
Herzlich an dein Herz sich drückt,
Schaust du fröhlich auf und nieder,
Erd und Himmel dich erquickt.

Und ich hab die Fenster offen,
Neu zieh in die Welt hinein
Altes Bangen, altes Hoffen!
Frühling, Frühling soll es sein!

Still kann ich hier nicht mehr bleiben,
Durch die Brust ein Singen irrt,
Doch zu licht ist's mir zum Schreiben,
Und ich bin so froh verwirrt.

Also schlendr' ich durch die Gassen,
Menschen gehen her und hin,
Weiß nicht, was ich tu und lasse,
Nur, daß ich so glücklich bin.

(Joseph Freiherr von Eichendorff)

back to top

Späte Liebe (Friedrich Halm)

Nein, Alter schützt vor Torheit nicht;
Selbst mußt' ich es erfahren!
Jung bleibt die Seele, Reiz besticht
Die Herzen trotz den Jahren!
Gepanzert wähnt' ich meine Brust
Fortan vor Eros' Tücke,
Doch er, dem Unheilschaffen Lust,
Ersah sich eine Lücke.

Er hat mein arglos Herz verstrickt
In blonder Locken Schlingen,
Er ließ ein Aug', das Unschuld blickt,
Mit Gluten mich durchdringen!

O blaues Auge, licht und klar,
Du hast mich überwunden,
Du hältst mich, blondes Ringelhaar,
Gefesselt und gebunden!

O kirschenroter Purpurmund,
Wie lausch' ich deinen Tönen,
Wie jubl' ich, will zur guten Stund'
Ein Lächeln dich verschönen!

So leb' ich hin, mich still beglückt
An ihrem Reize weidend,
Die Blum', die sie im Spiel zerpflückt,
Um ihren Tod beneidend!

So leb' ich hin und wünsche nichts,
Als nur ihr Glück zu mehren,
Als nur mit Fluten Sonnenlichts
Ihr Leben zu verklären!

Erwidrung fordr' ich, hoff' ich nicht;
Denn meine Sterne dunkeln,
Wenn ihre hell und demantlicht
Ihr überm Haupte funkeln!

Nur eines hoff' ich still und fromm:
Daß sie im Flug der Jahre
Mein Angedenken, was auch komm',
Im Herzen sich bewahre!

O später Liebe herbes Los,
Ich weiß, du heißt: entsagen,
Du heißt: der Blume warten bloß,
Nicht sie am Herzen tragen! -

So sprach ich jüngst gerührt sie an;
Sie hört's mit trocknen Augen
Und führt zum Mund ihr Händchen dann,
Recht herzhaft dran zu saugen!

Ihr starrt mich an, als wie im Traum,
Betroffen und verwundert!
Nun ja, sie zählt zehn Monden kaum
Und ich ein halb Jahrhundert!

(Friedrich Halm, 1806-1871)


back to top

Du meine Seele (Friedrich Rückert)

Du meine Seele, du mein Herz,
du meine Wonne, o du mein Schmerz,
du meine Welt, in der ich lebe,
mein Himmel du, darin ich schwebe,
o du mein Grab, in das hinab
ich ewig meinen Kummer gab!
Du bist die Ruh', du bist der Frieden,
du bist der Himmel, mir beschieden.
Daß du mich liebst, macht mich mir wert,
dein Blick hat mich vor mir verklärt,
du hebst mich liebend über mich,
mein guter Geist, mein bessres Ich.

(Friedrich Rückert)

back to top

Teurer Freund (Heinrich Heine)

Teurer Freund, du bist verliebt,
und dich quälen neue Schmerzen;
dunkler wird es dir im Kopf,
heller wird es dir im Herzen.


Teurer Freund, du bist verliebt,
und du willst es nicht bekennen,
und ich seh' des Herzens Glut
schon durch deine Weste brennen.

(Heinrich Heine)


back to top

Siesta (Paul Heyse)

Lieb, o lieb war die Nacht
Mitten am hellen Tag,
Als wir die Läden geschlossen,
Als durch die schützenden Sprossen
Goldige Dämmerung brach.

Kühl, o kühl war der Saal,
Drinnen die Welt uns verging,
Da wir in seligem Schmachten
Wandelten, flüsterten, lachten,
Bis uns der Schlummer umfing.

Süß, o süß war der Traum,
Herz am Herzen geträumt!
Über uns schwebend im Kreise
Flattert ein Schmetterling leise,
Dunkel die Schwingen umsäumt.

(Paul Heyse, 1830-1914)


back to top

Die Liebe (Matthias Claudius)

Die Liebe hemmet nichts;
sie kennt noch Tür und Riegel
und dringt durch alles sich;
sie ist ohn Anbeginn,
schlug ewig ihre Flügel
und schlägt sie ewiglich

(Matthias Claudius)

back to top

Hast du (Heinrich Heine)

Hast du die Lippen mir wund geküßt,
so küsse sie wieder heil,
und wenn du bis Abend nicht fertig bist,
so hat es auch keine Eil'

Du hast ja noch die ganze Nacht,
du Herzallerliebste mein!
Man kann in solch einer ganzen Nacht
viel küssen und selig sein.

(Heinrich Heine)

back to top


Gewitterabend (Friedrich Halm)

Ich weiß den Tag, ich weiß die Stunde
Da meine Seele sich zuerst gestanden,
Sie trage deines Zaubers Joch,
Sie liege willenlos in deinen Banden.

Du ruhtest still im Moose, weißt du noch?
Am Waldsaum war's, schwül sank der Abend nieder,
Du schliefest, oder schlossest doch
Im wachen Traum die müden Augenlider!

Ich aber, zitternd über dich gebückt,
Ich sah dich an in selig scheuen Zügen,
Von Schmerz zugleich und Lust durchzückt
Bis plötzlich du die Augen aufgeschlagen!

Dein Blick berührt' mich, so berührt ein Blitz,
Und klar war alles! Was in dunklem Triebe
Mein Herz ersehnt', war dein Besitz,
Und was zu mir dich zog, war deine Liebe!

Ich weiß den Abend, weiß die Stunde noch!
Heiß war der Tag, Gewitter in den Lüften,
Und nachtendes Gewölke kroch
Empor schon feindlich aus der Berge Klüften!

Wir kehrten heim; denn finstrer stets ringsum
Begann der Himmel drohend sich zu schwärzen,
Wir aber trugen selig stumm
Des Glückes vollen Sonnenschein im Herzen!


(Friedrich Halm, 1806-1871)


back to top

Wenn ich in deine Augen seh' (Heinrich Heine)

Wenn ich in deine Augen seh',
so schwindet all' mein Leid und Weh;
doch wenn ich küsse deinen Mund,
so werd' ich ganz und gar gesund.

Wenn ich mich lehn' an deine Brust,
kommt's über mich wie Himmelslust:
doch wenn du sprichst: ich liebe dich!
So muß ich weinen bitterlich.

(Heinrich Heine)

back to top

Wenn ich (Eduard Mörike)

Wenn ich, von deinem Anschaun tief gestillt,
mich stumm an deinem Heil'gen Wert vergnüge,
dann hör' ich recht die leisen Atemzüge
des Engels, welcher sich in dir verhüllt.

Und ein erstaunt, ein fragend Lächeln quillt
deinem Mund, ob mich kein Traum betrüge,
daß nun in dir, zu ewiger Genüge,
mein kühnster Wunsch, mein einz'ger, sich erfüllt?

Von Tiefe dann zu Tiefen stürzt mein Sinn,
ich höre aus der Gottheit nächt'ger Ferne
die Quellen des Geschicks melodisch rauschen.

Betäubt kehr' ich den Blick nach oben hin,
zum Himmel auf - da lächeln alle Sterne;
ich knie, ihrem Lichtgesang zu lauschen.

(Eduard Mörike)

back to top

Glückes genug (Detlev von Liliencron)

Wenn sanft du mir im Arme schliefst,
ich deinen Atem hören konnte,
im Traum du meinen Namen riefst,
um deinen Mund ein Lächeln sonnte -
Glückes genug.

Und wenn nach heißem, ernstem Tag
du mir verscheuchtest schwere Sorgen,
wenn ich an deinem Herzen lag
und nicht mehr dachte an Morgen -
Glückes genug.

(Detlev von Liliencron)

back to top

Hat dich die Liebe berührt (Paul Heyse)

Hat dich die Liebe berührt,
Still unterm lärmenden Volke
Gehst du in goldner Wolke,
Sicher vom Gotte geführt.

Nur wie verloren umher
Lässest die Blicke du wandern,
Gönnst ihre Freuden den andern,
Trägst nur nach einem Begehr.

Scheu in dich selber verzückt,
Möchtest du hehlen vergebens,
Daß nun die Krone des Lebens
Strahlend die Stirne dir schmückt.

(Paul Heyse, 1830-1914)

back to top