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Ostergedichte Lesen und relaxen

Ostergedichte und Ostergrüße

Die Osterzeit - Zeit der Andacht und der Freude. Die Zeit der Auferstehung Christi, der Besinnung und der Hoffnung. Die Osterzeit ist aber auch die Zeit, in der die Natur beginnt, aufzuatmen und anfängt sich zu regen. Die kargen Bäume füllen sich langsam mit Grün. Die ersten Pflanzen blühen. Das alles hat viele Dichter inspiriert, wunderschöne Ostergedichte zu schreiben. Schauen Sie sich die Zeilen und die Ostergrüße auf dieser Seite in Ruhe an und lassen Sie sich einfach überraschen.


Seiteninhalt: Gedichte und Grüße zu Ostern

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Osterhäschen (Friedich Güll)

Die Sonne (Christian Morgenstern)

Ostermorgen (Emanuel Geibel)

Ostern (Ferdinand von Saar)

Das Häschen (Christian Morgenstern)

Der Osterspaziergang (Johann Wolfgang von Goethe)

Das Osterhäschen (Volksgut)

Der erste Ostertag (Heinrich Hoffmann)

Die blauen Frühlingsaugen (Heinrich Heine

Er ist 's (Eduard Mörike)

Zur Osterzeit (Friedrich Spee von Langenberg)

Frühlingsglaube (Ludwig Uhland)

Das ist die Drossel (Theodor Storm)

Will dir den Frühling zeigen (Rainer Maria Rilke)


Ostergedichte zum Fest

Zwei Osterhasen

Sind Sie auf der Suche nach einem schönen Ostergedicht? Hier finden Sie eine große Sammlung von Werken bekannter und berühmter Autoren. Wir haben in dieser Rubrik die schönsten Ostergedichte zusammengetragen und hoffen, genau ihren Geschmack getroffen zu haben. Dichten Sie selbst? - Wenn ja, dann veröffentlichen Sie ihr Gedicht doch einfach in dieser Rubrik. Wir freuen uns stets über neue Werke. Dazu müssen Sie nur das Kontaktformular dieser Seite ausfüllen und auf "senden" klicken. Das war es schon. Ein schönes Osterfest und viel Spaß auf dieser Seite!!!

Das Osterhäschen


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Die Sonne


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Ostermorgen (Emanuel Geibel)

Die Lerche stieg am Ostermorgen
empor ins klarste Luftgebiet
und schmettert' hoch im Blau verborgen
ein freudig Auferstehungslied.
Und wie sie schmetterte, da klangen
es tausend Stimmen nach im Feld:
Wach auf, das Alte ist vergangen,
wach auf, du froh verjüngte Welt!

Wacht auf und rauscht durchs Tal,
ihr Bronnen,
und lobt den Herrn mit frohem Schall!
Wacht auf im Frühlingsglanz der Sonnen,
ihr grünen Halm' und Läuber all!
Ihr Veilchen in den Waldesgründen,
ihr Primeln weiß, ihr Blüten rot,
ihr sollt es alle mit verkünden:
Die Lieb ist stärker als der Tod.

Wacht auf, ihr trägen Menschenherzen,
die ihr im Winterschlafe säumt,
in dumpfen Lüften, dumpfen Schmerzen
ein gottentfremdet Dasein träumt.
Die Kraft des Herrn weht durch die Lande
wie Jugendhauch, o laßt sie ein!
Zerreißt wie Simson eure Bande,
und wie die Adler sollt ihr sein.

Wacht auf, ihr Geister, deren Sehnen
gebrochen an den Gräbern steht,
ihr trüben Augen, die vor Tränen
ihr nicht des Frühlings Blüten seht,
ihr Grübler, die ihr fern verloren
traumwandelnd irrt auf wüster Bahn,
wacht auf! Die Welt ist neugeboren,
hier ist ein Wunder, nehmt es an!

Ihr sollt euch all des Heiles freuen,
das über euch ergossen ward!
Es ist ein inniges Erneuen,
im Bild des Frühlings offenbart.
Was dürr war, grünt im Wehn der Lüfte,
jung wird das Alte fern und nah.
Der Odem Gottes sprengt die Grüfte -
wacht auf ! Der Ostertag ist da.

(Emanuel Geibel)


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Das Osterfest


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Das Häschen (Christian Morgenstern)

Unterm Schrime, tief im Tann,
hab ich heut gelegen,
durch die schweren Zweige rann
reicher Sommerregen.

Plötzlich rauscht das nasse Gras -
stille! Nicht gemuckt! -:
Mir zur Seite duckt
sich ein junger Has -

Dummes Häschen,
bist du blind?
Hat dein Näschen
keinen Wind?

Doch das Häschen, unbewegt,
nutzt, was ihm beschieden,
Ohren, weit zurückgelegt,
Miene, schlau zufrieden.

Ohne Atem lieg ich fast,
laß die Mücken sitzen;
still besieht mein kleiner Gast
meine Stiefelspitzen...

Um uns beide - tropf - tropf - tropf -
traut eintönig Rauschen...
Auf dem Schirmdach - klopf - klopf - klopf...
Und wir lauschen... lauschen...

Wunderwürzig kommt ein Duft
durch den Wald geflogen;
Häschen schnuppert in die Luft,
fühlt sich fortgezogen;

Schiebt gemächlich seitwärts, macht
Männchen aller Ecken...
Herzlich hab ich aufgelacht -:
Ei, der wilde Schrecken!

(Christian Morgenstern)


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Der Osterspaziergang (Johann Wolfgang von Goethe)

Vom Eise befreit sind Strom und Bäche
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick,
Im Tale grünet Hoffnungsglück;
Der alte Winter, in seiner Schwäche,
Zog sich in rauhe Berge zurück.
Von dort her sendet er, fliehend, nur
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises
In Streifen über die grünende Flur.
Aber die Sonne duldet kein Weißes,
überall regt sich Bildung und Streben,
Alles will sie mit Farben beleben;
Doch an Blumen fehlts im Revier,
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.
Kehre dich um, von diesen Höhen
Nach der Stadt zurück zu sehen!
Aus dem hohlen finstern Tor
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.
Jeder sonnt sich heute so gern.
Sie feiern die Auferstehung des Herrn,
Denn sie sind selber auferstanden:
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,
Aus der Straßen quetschender Enge,
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht
Sind sie alle ans Licht gebracht.
Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,
Wie der Fluß in Breit und Länge
So manchen lustigen Nachen bewegt,
Und, bis zum Sinken überladen,
Entfernt sich dieser letzte Kahn.
Selbst von des Berges fernen Pfaden
Blinken uns farbige Kleider an.
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,
Zufrieden jauchzet groß und klein:
Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein!

(Johann Wolfgang von Goethe)


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Der Osterhase


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Der Ostertag


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Die blauen Frülingsaugen (Heinrich Heine)

Die blauen Frühlingsaugen
schauen aus dem Gras hervor;
das sind die lieben Veilchen,
die ich zum Strauß erkor.

Ich pflückte sie und denke,
und die Gedanken all',
die mir im Herzen seufzen,
singt laut die Nachtigall.

Ja, was ich denke, singt sie
laut schmetternd, daß es schallt;
mein zärtliches Geheimnis
weiß schon der ganze Wald.

(Heinrich Heine)


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Er ist 's (Eduard Mörike)

Frühling lässt sein blaues Band
wieder flattern durch die Lüfte;
süße wohlbekannte Düfte
streifen ahnungsvoll das Land.
Veilchen träumen schon,
wollen balde kommen.
Horch: von fern ein leiser Harfenton!
Frühling, ja du bist 's!
Dich hab ich vernommen!

(Eduard Mörike)


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Zur Osterzeit (Friedrich Spee von Langenberg)

Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.

Jetzt grünet, was nur grünen kann,
die Bäum` zu blühen fangen an.

So singen jetzt die Vögel all.
Jetzt singt und klingt die Nachtigall.

Der Sonnenschein jetzt kommt herein
und gibt der Welt ein` neuen Schein.

Die ganze Welt, Herr Jesus Christ,
zur Osterzeit jetzt fröhlich ist.

(Friedrich Spee von Langenfeld)


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Der Frühlingsglaube


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Das ist die Drossel (Theodor Storm)

Das ist die Drossel, die da schlägt,
der Frühling, der mein Herz bewegt;
ich fühle, die sich hold bezeigen,
die Geister aus der Erde treiben.
Das Leben fließet wie ein Traum -
mir ist wie Blume, Blatt und Baum.

(Theodor Storm)


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Ostern im Frühling


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